Meinungen

Pressespiegel

Der Beethoven-Raum zu einer Rumpelkammer degradiert: In Beethovens Geburtsstadt kaum vorstellbar – und doch gibt es im Museum eines nicht näher bezeichneten Ortes sehr wohl ein verschlossenes „Geisterzimmer“, in das sich die Schülerinnen Elise und Leonore nach dem unerlaubten Entfernen von ihrer Klasse verirren. Dort treffen sie nicht nur auf eine Klavier spielende Wachsfigur des Komponisten, sondern entdecken auch Notenblätter, ein Höhrrohr und allerlei andere Beethoven-Memorabilien, bevor ihnen leider der strenge Museumswärter auf die Spur kommt. Ob Beethoven ihnen helfen kann?

Mit dem szenischen Familienkonzert „Das Geisterzimmer“ verzaubert Christoph Ullrichs Taschen-Oper-Companie (TOC) in der Telecom-Servicezentrale Kinder ab sechs und ihre Eltern. Die musikalische Geschichte ist eine wohl ausgewogene Mischung aus kindgerecht spannend erzählter Handlung, Publikums-Animation und einem professionell dargebotenen Querschnitt durch das Schaffen Beethovens. Der muffelige Museumswärter (Matthias Horn) entpuppt sich als strahlender Bariton, der den Kanon „Bester Herr Graf, Sie sind ein Schaf“ genauso souverän in die Story integriert wie die Pizarro-Arie „Ha, welch ein Augenblick“ aus Fidelio.

Lea Hausmann und Lili Ullrich sind als vorwitzige Schülerinnen nicht minder überzeugend, und wenn sich die 16-jährige „Jugend musiziert“-Preisträgerin Hausmann als Leonore die im Gerümpel aufgefundene Violine unters Kinn klemmt und mit schlankem Ton Ausschnitte aus der „Frühlings-Sonate“ oder aus dem Violinkonzert op. 61 intoniert, verstummt jedes Getuschel.

Ganz still im Saal ist es auch, wenn der in die Wachsfigur gefahrene Geist Beethovens am Flügel die Klavierwerke des Meisters zum Leben erweckt: Ob „Mondschein“, „Appassionata“ oder „Die Wut über den verlorenen Groschen“ – Pianist und Darsteller Christoph Ullrich spielt jedes Stück nicht nur für Kinderohren, sondern wie auf dem großen Konzertpodium, technisch brillant und mit Klangfarbenvielfalt.

Die jungen Zuhörer werden also im Verlauf der Geschichte nicht nur mit dem Leben des Komponisten bekannt gemacht, sondern bekommen auch richtig gute Musik zu hören. Die man auch in Tanz umsetzen kann: Mag sein, dass es mit dem Kanon-Mitsingen noch nicht so hinhaut, aber als Lili Ullrich einzelne Stücke mit ebenso witzigen wie rhythmisch präzisen Handbewegungen untermalt, sind alle Kinder mit Feuereifer dabei.

Bonner General Anzeiger, 5. Oktober 2009

 

Wenn die Klarinette spricht

Außergewöhnliches Konzert an der Karl-Treutel-Schule
Was ist eine Klarinette? Wie wird sie gebaut? Wer hat das Instrument erfunden? Diesen und vielen Fragen mehr gingen die Schüler der dritten und vierten Klassen der Karl-Treutel-Schule in den vergangenen Wochen auf den Grund – und als Höhepunkt des Projekts wurde ihnen sogar ein Klarinettenkonzert geboten – allerdings eines der nicht nur etwas anderen, sondern der völlig anderen Art.

Zwar ging es bei dem Projekt darum, die Kinder für klassische Musik zu begeistern, doch das, was der Klarinettist Ib Hausmann und der Pianist Christoph Ullrich in der Mehrzweckhalle Süd boten, war alles andere als ein übliches klassisches Konzert. Verpackt in eine spannende Geschichte um einen Schatz – der sich zunächst als ein scheinbar schnödes Buch entpuppte – zeigten die beiden Profimusiker, was man mit Musikinstrumenten alles machen kann.

Ib Hausmann brachte seine Klarinette zum Lachen, Weinen und sogar zum Sprechen. Ohne dass er ein Wort sagte, sprach er mit den Tönen seiner Klarinette – und alle Kinder verstanden diese Sprache auf Anhieb, so eindeutig war sie. Der Auftritt von Ullrich und Hausmann war zudem weit mehr als nur ein Konzert, er war eine Mischung aus Theater, Mitmach-Stück und Musik.

Zu verdanken hatten die Treutel-Schüler den Auftritt dem Projekt „Ohrwurm“, an dem sich die Schule zum ersten Mal beteiligte. Vor drei Jahren wurde dieser Verein von professionellen Musikern gegründet, um Grundschülern eine spannende Begegnung mit klassischer Musik zu ermöglichen. Neben den Konzertn gehören dazu auch Materialien für den Unterricht und Lehrerfortbildungen, an denen auch Pädagogen der Karl-Treutel-Schule teilnahmen.

Neben Ib Haumann und Christoph Ullrich bilden noch fünf weitere Musiker das pädagogische Ohrwurm-Team.. In der Geschichte „Die Klarinette und das Buch der Träume“ waren aber nur Ullrich und Hausmann zu sehen. Die Auftritte sind für die beiden Musiker eine willkommene Abwechslung zum „ernsthaften“ Alltag. Denn Christoph Ullrich ist ein international gefragten Konzertpianist und Ib Hausmann gehört zu den führenden Klarinettisten Europas.

Freitags-Anzeiger, Kelsterbach, 2. Juni 2005

 

Lehrer

Zum Programm “Winterreise für Kinder”:

“Ich möchte Ihnen und Ihrem Team noch einmal ganz herzlich danken. Es war einfach eine  besonders gelungene Aufführung. Meine Vorschüler haben dank Ihrer Aufarbeitung und Aufführung des anspruchsvollen Themas prima Zugang gefunden, möchten die Lieder immer wieder hören.
Ich wünsche mir sehr, dass wir noch oft in den Genuss Ihrer Darbietungen kommen können.”

“Ich war auch ganz beeindruckt, dass die Kinder so aufmerksam waren bei dieser anspruchsvollen Aufführung! ich liebe die Winterreise auch sehr und war sehr gespannt, wie Sie das machen. Sie haben das toll für die Kinder aufbereitet. Ich werde sicherlich gerne wieder zu Ihren Aufführungen kommen!”

“Uns hat es sehr gut gefallen. Die Kinder waren stolz, mitwirken zu dürfen.”

“…wir waren am Donnerstag im Konservatorium, und ich möchte mich noch einmal ganz, ganz herzlich für das wunderbare Konzert bedanken. Ich bin ganz begeistert – es hätte nicht schöner sein können!
Meiner Musikklasse hat es auch großen Spaß gemacht, zumal sie ja auch auf der Bühne tanzen durften. Die Kinder haben sich an jedem Lied gefreut, das sie bereits kannten, und haben mit strahlenden Gesichtern zugehört.
Vielen, vielen Dank!”

“Ja, den Kindern und den Erwachsenen der GGS An der Strunde hat die “Winterreise” wirklich sehr gut gefallen. Es ist schon eine Kunst, solch ein anspruchsvolles musikalisches Thema kindgerecht aufzubereiten. Selbst ich als Erwachsene habe einen neuen Zugang gefunden. Und wieder einmal habe ich erlebt, wie wichtig es dabei ist, das Thema vorher in den Klassen vorzubereiten, damit die Kinder mitgehen können.
In diesem Sinne bedanke ich mich im Namen der Schule sehr bei den Künstlern”

„Das Projekt Ohrwurm bietet besonders fachfremd unterrichtenden Lehrern eine Vielzahl von interessanten Anregungen zur Unterrichtsgestaltung bezüglich der Annäherung und des kreativen Umgangs mit klassischer Musik.“

„Auch von mir ein herzliches Dankeschön für das Setzen des Mozart-Virus! Es ist einfach toll, was das in den Kindern ausgelöst hat!“

„Ohrwurm ist ein Hauptgewinn für Lehrer und Kinder! Darauf möchte ich nicht verzichten.“

 

Kinder

„Das war ganz schön, dass die hergekommen sind und so viele Hörner mitgebracht haben. Mir hat es gefallen, dass man das Alphorn ausprobieren konnte.“ (Kristian)

“Ich habe euer Ohrwurmkonzert gehört. Mir hat es sehr gut gefallen. Am schönsten fand ich die Klarinetten, vor allem die Bassklarinete klang sehr schön. Wer von euch 2 hat sich das Bühnenbild ausgedacht? Das Bühnenbild hat mich an eine Tropfsteinhöle erinnert. Ich werde euer nächstes Konzert wieder besuchen.” (Daniel)

“Euer Konzert war wieder sehr schön. Vielen Dank, dass wir zuschauen durften!” Victor